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Sprengwirkung

Häufig sind diese Sprünge auch zu sehen bei zu weichen Unterfüllungen. Das Amalgam sackt mit den Jahren in den Zahn und sprengt diesen. Letztlich konnte aber gezeigt werden, daß jede Unterfüllung die Belastungfähigkeit einer Amalgamdeckfüllung verringert. Wenn diese sich bei zentraler Belastung an den Seiten aufwirft, entsteht dann Druck auf die Seitenwände.
Also ging man vermehrt dazu über, die als Schutz vor dem Eindringen des Quecksilbers in die Tiefe gedachte Unterfüllung wegzulassen und die Amalgamfüllung direkt auf das Dentin (Zahnbein) einzubringen.
Damit hat das Quecksilber direkten Zugang zu Venen, Lymphe, Arterien und Nerven des Zahnes!

Auch hier ging der Spannungsriss unter der Amalgamfüllung bis in die Pulpa (Nerv). Das gesamte Pulpencavum (Nervhöhle) ist bis in die Tiefe durch Korrosionsprodukte schwarz verfärbt.

Unten im Bild sehen Sie noch Teile der Amalgamfüllung – der gelbe Strich gibt die Schmelzstärke wieder. (Schmelz = Zahnhartsubstanz, die den Zahnkern oder auch Dentin genannt, umgibt)