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Widmung

In den Zahnärztlichen Mitteilungen 5/2000 Link und weiteren Artikeln in späteren Heften folgend hat der Kollege Prof. Dr. Dr. Staehle, von 1997 bis 2002 Sprecher der Deutschen Hochschullehrer für Zahnerhaltung

"ganzheitlich orientierte Zahnarzte und deren diagnostische Methoden"
in einer Weise weit unter der Gürtellinie der Berufsordnung attackiert, indem er sie – schon allein im Layout der Aufmachung in den Bereich der Scharlatanerie, Unseriösität oder der Untaten ehemaliger Nazi(zahn-)ärzte positionierte.

Ich selbst genieße das Recht der späten Geburt und käme nie auf den Gedanken, die Mitarbeiter/innen der Universität Heidelberg pauschal in eine braune Ecke zu stellen!
War nicht SEINE Universität, also die Uni Heidelberg doch die erste Uni , die – historisch selbstverständlich belegt – dem "Führer gemeldet hat, dass sie judenfrei ist". Deshalb werden doch alle vorhandenen und künftigen Forschungen aus der Uni Heidelberg nicht mit dem historischen Stigma des Antisemitismus belegt! Das wäre doch schwachsinnig!
Im Heft 1/2009 ZKN Mitteilungen (Zahnärztekammer Niedersachsen) heißt es wiederum:
Davos 2009: Aktuell und praxisnah…41. Europäischer Zahnärztlicher Fortbildungskongress Davos
„Davos ist seit langem Schauplatz für qualitativ hochwertige und praxisnahe Fortbildung…“
aus der Zusammenfassung des Kongresses: Schulmedizin versus Naturmedizin
„Professor Dr. Dr. Hans Jörg Staehle (Universität Heidelberg) ging in seinem Vortrag über die kritische Würdigung alternativer Diagnostik- und Therapieverfahren unter anderem auf die bisher immer noch weitgehend fehlenden wissenschaftlichen Überprüfungen alternativmedizinischer Verfahren ein. Die wenigen vorliegenden Untersuchungen zu spezifisch zahnmedizinischen Fragestellungen seien sehr »ernüchternd«.
Zum Nachdenken brachte er die Zuhörerschaft durch seine einleitenden Ausführungen zur Geschichte alternativmedizinischer Verfahren, die häufig politisch instrumentalisiert worden seien, so zum Beispiel die »Neue Deutsche Heilkunde« und die »Neue Deutsche Zahnheilkunde« in der Mitte des 20. Jahrhunderts mit ihren »rassenbiologischen» Elementen….

Die alternativ- und komplementär-medizinischen Verfahren beruhen nach heutigem Verständnis vor allem auf Suggestivwirkung im Sinne von Placebo- und Nocebo-Effekten. Zusammenfassend warnte der Heidelberger Professor davor, dass die angepriesene »sanfte Therapie« ins Gegenteil umschlagen und zu »Gebissverstümmelungen« führen kann, die mit unnötigem Austausch intakter Restaurationen, Extraktion erhaltungswürdiger Zähne und sogar Kieferknochenausfräsungen einhergehen. Er forderte eine tragfähige Arzt-Patienten-Beziehung nach dem Prinzip des nihil nocere.“

Hierzu möchte ich ernüchtert hinzufügen: die fraglichen wissenschaftlichen Überprüfungen schulmedizinischer Verfahren bereiten mir schlaflose Nächte! Meine täglichen Erfahrungen zeigen mir, das die Folgen dieser Verfahren nicht nur zu „Gebissverstümmelungen“ führen, sondern zu multiplen gravierenden Erkrankungen führen können, die sich mit dem Prinzip des nihil nocere, keinem zu schaden, in keiner Weise vereinbaren lassen.

(Herman van Veen)
Reden ist Silber
und Schweigen ist Gold,
Wer Gold hat kann schweigen,
doch wer hat gewollt,
daß Du nach der Weise
entmündigter Greise
nur heimlich und leise
das Unrecht verfluchst?
Denn schweigst Du nur immer
wird alles noch schlimmer,
siehst nie einen Schimmer
vom Recht, das Du suchst.
Denn für den der nichts tut,
der nur schweigt so wie Du,
kann die Welt wie sie ist
auch so bleiben:
Wer schweigt, stimmt zu.

In diesem Sinne gewidmet… von einem hysterischen, unseriösen Scharlatan und Gebißverstümmler

Dr. Wolfgang Burk